Es ist sehr unschön und verstörend, wenn in einer (noch) bestehenden Demokratie Wahlplakate von SP-Kandidat:innen zerrissen und mit Symbolen beschmiert werden, die aus dem rechtsextremen Milieu stammen. So jüngst geschehen im schönen Dübendorf.

Überraschend sind Vorfälle wie diese leider nicht. Wer sich offen für eine soziale Gesellschaft einsetzt, begibt sich immer stärker in Gefahr, Opfer der sog. “Neuen Rechten” zu werden – sowohl im virtuellen als auch im realen Raum. Hass und Hetze erhalten auch durch die SVP Auftrieb. In der Schweiz ist sie bislang nicht als rechtsextrem eingestuft. Gegen ihre deutsche Schwesterpartei, die AfD, ist hingegen ein entsprechendes Verfahren hängig. Die SVP: Eine Partei, deren Drahtzieher millionenschwere Unternehmer:innen sind, die ihre Partikularinteressen im Namen des “Volkes” rücksichtslos verfolgen. Und um die rechte Pseudo-Argumentations-Keule gleich vorwegzunehmen: Gewalt ist immer zu verurteilen, egal von welcher Seite sie kommt. Die mediale Berichterstattung ist diesbezüglich leider unausgewogen – ob dies damit zu tun haben könnte, dass Milliardäre wie die SVP-Blocher-Familie zig Gratiszeitungen aufgekauft hat und so die journalistischen Inhalte auf trumpeske Weise steuert, diese Beurteilung sei den Leser:innen überlassen.
Klar ist: Es kann nicht im Interesse von Menschen jeglicher (politischer) Couleur sein, solche anti-demokratischen Entwicklungen zu ignorieren oder gar zu stützen. Jede:r ist mitverantwortlich, wohin sich die Schweiz in den kommenden Jahren entwickelt – und kann dies selber aktiv mitgestalten, z.B. mittels friedlicher, demokratischer Wahlen und Abstimmungen.
Joel Kobi, Dübendorf
Kandidatin Gemeinderat Dübendorf