Die SP Dübendorf freut sich, dass 19.2 Prozent der Dübendorfer Bevölkerung die SP-Liste gewählt haben, das ist das beste Resultat der letzten 20 Jahre. Ivo Hasler, der einzige linke Dübendorfer Stadtrat, erzielte mit dem viertbesten Resultat ein starkes Wahlergebnis. Dieser Zuspruch bestätigt seine umsichtige Arbeit der vergangenen vier Jahre, und er wird sich mit aller Kraft auch in der kommenden Legislatur für eine soziale und nachhaltige Entwicklung einsetzen. Der SP-Primarschulpfleger Pascal Scattolin schaffte die Wiederwahl mit dem zweitbesten Resultat aller Kandidierenden, was als klarer Beleg seiner kompetenten und weitsichtigen Arbeit interpretiert werden darf. Dass Remo Streich wegen fehlender 11 Stimmen die Rückeroberung des Sekundarschulpflegesitzes nicht gelang, ist hingegen eine grosse Enttäuschung. Die Zusammensetzung dieses Gremiums bildet die Wähleranteile weiterhin nicht ab, was nicht nur für die SP, sondern auch aus demokratischer Sicht problematisch ist.
Im Gemeinderat gewann die SP einen achten Sitz und erreichte damit eines ihrer prioritären Wahlziele. Neu in den Gemeinderat gewählt wurden Chloé Charmillot (Nachhaltigkeitsberaterin), Selin Demircali (Sozialarbeiterin), Patrick Roduner (Sozialarbeiter) und Nicole Zarotti (Psychotherapeutin); sie ergänzen die bisherigen Mitglieder Sofia van Moorsel (Biodiversitätsforscherin), Roland Wüest (NGO-Koordinator), Christian Gross (Lehrer) und André Csillaghy (Informatiker). Die SP ist überzeugt, mit diesen kompetenten Vertreter:innen auch in der kommenden Legislatur wichtige Pflöcke zum Wohle aller – nicht nur weniger – einschlagen und so das Spekulations- und Profitstreben einzelner eindämmen zu können. Dass der gewonnene Sitz auf Kosten der Grünen ging, ist bitter. Mit David Siems wurde ein unerschrockener Gemeinderat abgewählt, was die SP ausserordentlich bedauert.
Insgesamt rückt Dübendorf 2026 wegen der Verluste der Mitteparteien nach rechts, für die progressiven Kräfte werden die Verhältnisse schwieriger und die Handlungsspielräume kleiner. Aus Sicht der SP ist besonders ärgerlich, dass die GLP-Kandidatin Stefanie Huber den Sprung in den Stadtrat nicht schaffte. Die GLP verpasste ihre Chance, indem sie sich erneut auf das traditionelle Mitteticket einliess und sich damit wahltaktisch verschätzte. Während das Stadtpräsidium unangefochten blieb, musste der Angriff dieser sechs Kandidierenden scheinbar auf den SP-Stadtratssitz abzielen. Dieses Risiko verunmöglichte es der SP, die links-grüne Basis davon zu überzeugen, die GLP-Kandidatin zu wählen.
Die kommende Legislatur wird zeigen, ob die fortschrittlicheren Kräfte der Dübendorfer GLP und Mitte willens sind, sich neu zu orientieren und alte Zöpfe abzuschneiden. Die SP ist im Sinne der Sache für jede Möglichkeit der konstruktiven Zusammenarbeit offen.
Hier die Wahlanalyse der Stadtrats- und Gemeinderatswahlen 2006-2026