

Neben anderen wichtigen Themen, wie der KITA-Tarifordnung oder die Gestaltung des Adlerplatzes, ging es im Gemeinderat auch um die Arealüberbauung Gumpisbüel. Dort möchte die Stadt bezahlbare Wohnungen realisieren. Nach der enttäuschenden Debatte hat die SP-Fraktion folgende Medienmitteilung publiziert:
“Am vergangenen Montag wurde im Gemeinderat die Arealentwicklung Gumpisbüel kontrovers diskutiert. Dabei ging es unter anderem um die Baurechtsverträge für die städtischen Grundstücke im Gebiet Gumpisbüel, auf denen Wohnraum mit mindestens zwei Dritteln Kostenmiete und maximal einem Drittel Marktmiete entstehen soll.
Die Vorlage hält jedoch nicht, was sie verspricht. Zwar soll auf städtischem Boden Wohnraum nach dem Prinzip der Kostenmiete geschaffen werden – Allerdings soll die Abgabe zu einem völlig überhöhten Baurechtsszins von 27% erfolgen. Dieser Wert liegt deutlich über den üblichen Ansätzen, die gemäss Wüest Partner bei Abgaben im Baurecht zur Kostenmiete in der Regel zwischen 4 und 14 Prozent liegen, und auch über der Empfehlung des Bundesamts für Wohnungswesen von 15 Prozent.
«Kostenmiete allein garantiert noch keine bezahlbaren Wohnungen. Entscheidend ist, welche Mieten am Ende tatsächlich bezahlt werden müssen», sagt SP-Gemeinderätin Leandra Columberg. Wie stark sich dieser Baurechtszins auf die Mieten auswirkt, zeigt eine Berechnung der SP-Fraktion: Eine 4½-Zimmer-Wohnung mit 88 m² käme gemäss den vorliegenden Zahlen auf eine monatliche Nettomiete von rund CHF 2’686.
Die SP bedauert, dass mit diesem Entscheid eine wichtige Chance verpasst wurde, die Dübendorfer Bevölkerung tatsächlich zu entlasten. Die Dringlichkeit bezahlbaren Wohnraum zu schaffen rechtfertigt nicht die Umsetzung eines Projektes, das in dieser Form das Ziel preisgünstigen Wohnraum zu schaffen komplett verfehlt.
Die Landreserven in Dübendorf sind knapp – umso wichtiger ist es, jeden Quadratmeter sinnvoll zu nutzen. Die SP wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass sowohl im Gumpisbüel als auch bei künftigen Projekten tatsächlich preisgünstiger Wohnraum entsteht und mit allen zusammenarbeiten, denen dies ein echtes Anliegen ist.”