Ich habe in letzter Zeit mit vielen Dübendorfer:innen gesprochen und traurigerweise höre
ich immer wieder die gleiche Geschichte: Bekannte, Freunde, Familie oder die Person
selber müssen von Dübendorf wegziehen und die Dübendorfer Gemeinschaft wird
auseinander gerissen.
Der Grund? Es ist zu teuer. Die Mieten explodieren. Unsere Grossmütter und Grossväter
finden keine Alterswohnung in Dübendorf, weil sie sich mit den hart erarbeiteten Renten
nicht mal mehr eine 2 Zimmerwohnung leisten können, da die mittlerweile alle über 1500
Franken kosten.
Viele müssen wegziehen, raus aus ihrer Gemeinschaft, weg von Freunden und Familien,
in die Einsamkeit. Sie werden von ihren Kinder weniger besucht, weil sie so weit weg
wohnen. Die Option von der Familie gepflegt zu werden wird auch schwieriger. Junge
Erwachsene können nicht aus ihren Elternhäusern ausziehen, selbstständig werden und in
Dübendorf eine Familie aufbauen, weil die Mieten zu teuer sind. Die Löhne können, selbst
mit hoher Ausbildung, nicht mit den explodierenden Mietkosten mithalten.
Einer Gruppe von Leuten ist das alles egal, wenn sie sich nicht sogar darüber freuen. Es
sind Immobilienfirmen und ihre Lakaien, die rechten Politiker:innen. Aus der Not der
Dübendorfer:innen und der ganzen Schweiz erzielen sie Rekordrenditen. Der freie Markt
hat seinen Job getan; aus dem Fakt, dass kein Dach über dem Kopf keine Option ist, gibt
es jetzt endlosen Profit ohne dass die Vermieter nur ein bisschen Arbeit machen mussten.
Mit dem extra Geld, das sie verdient haben, lobbyieren die Vermieter, damit der Markt
noch mehr dereguliert wird und der Boden an die Vermieter praktisch verschenkt wird.
An einem Ort gibt es noch Wohnung mit fairen Mieten. Es sind die Genossenschaften.
Dort bekommt man immer noch 3-Zimmerwohnungen für 1100 Franken oder
5-Zimmerwohnungen für rund 2000 Franken. Dort kann man eine Familie gross ziehen.
Dort kann man eine Wohnung finden, die mit der Rente noch bezahlbar ist. Das ist so, weil
die meisten Genossenschenschaften von Mietenden für Mietende sind und deshalb nur
Kostenmiete verlangen. Wir können ein Dübendorf für alle Dübendorfer:innen statt
endlosen Profit haben, wenn wir endlich diese gierigen Geier an die Leine nehmen und
Genossenschaften gedeihen lassen, damit es sich in Dübendorf alle leisten können eine
Familie gross zu ziehen.
Christoph Strähl, Vorstandsmitglied SP Dübendorf
SP-Kandidat für Gemeinderat Dübendorf
