Kommunaler Wohnbaufonds
Volksinitiative für mehr bezahlbaren Wohn- und Gewerberaum in Dübendorf
Bezahlbarer Wohnraum wird in Dübendorf zunehmend knapper. Steigende Mieten, Sanierungen und Ersatzneubauten führen dazu, dass langjährige Mietparteien ihre Wohnungen verlieren und immer mehr Haushalte keine passende Wohnung mehr finden. Betroffen sind längst nicht nur Menschen mit tiefem Einkommen, sondern auch der Mittelstand. Diese Entwicklung belastet den sozialen Zusammenhalt und verändert die Stadt nachhaltig.
Die SP Dübendorf hat deshalb eine Wohninitiative lanciert, mit der die Schaffung eines kommunalen Wohnbaufonds verlangt wird. Ziel ist es, der Stadt ein wirksames Instrument in die Hand zu geben, um langfristig in preisgünstigen und gemeinnützigen Wohnraum investieren zu können. Der Fonds soll es ermöglichen, Bauland und Liegenschaften zu sichern, gemeinnützige Bauträger zu unterstützen und Wohnungen dauerhaft der Spekulation zu entziehen.
Wohnungen, die mit Mitteln aus dem Fonds realisiert werden, orientieren sich an den tatsächlichen Kosten. Damit bleiben die Mieten langfristig tragbar. Vergleichbare Fonds sind rechtlich klar abgestützt und in anderen Städten seit Jahren etabliert. Sie schaffen Planungssicherheit und erlauben es den Gemeinden, aktiv zu handeln, statt lediglich auf Entwicklungen am Wohnungsmarkt zu reagieren.
Mit der Initiative will die SP Dübendorf sicherstellen, dass auch künftig Menschen mit unterschiedlichen Einkommen in Dübendorf wohnen können. Bezahlbarer Wohnraum ist eine zentrale Voraussetzung für eine soziale und durchmischte Stadt.
Jetzt unterzeichnen!
Hilft mit beim Unterschriften sammeln! Wir sind um jede Unterstützung froh. Bitte sende die Bogen (auch teilweise ausgefüllte) bis zum 15. März 2026 zurück an den Erstunterzeichner:
Michael Wicki
Am Wasser 11
8600 Dübendorf
Danke vielmal für die Mithilfe!
Argumentarium
Nein. Die Bundesverfassung (Art. 108 BV – Wohnbau- und Wohneigentumsförderung) verpflichtet Bund und Kantone seit Jahrzehnten zur Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus. Die Initiative setzt diese Vorgabe auf kommunaler Ebene um. Sie schafft keine neuen Regeln, sondern nutzt bestehende gesetzliche Grundlagen.
Der Fonds ist eine Investition, kein Verlustgeschäft. Darlehen und Immobilien bleiben als
Vermögenswerte erhalten, das Grundkapital wird nicht aufgezehrt. Die Stadt investiert in
bleibende Werte, nicht in Konsum. Zudem generieren Baurechtszinsen und Rückzahlungen
laufende Einnahmen. Der Fonds wird kostendeckend geführt und bleibt langfristig stabil.
Ja, aber ihr Anteil ist zu klein. Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei weitem. Die Initiative
stärkt bestehende Träger und ermöglicht neue Projekte. Sie schafft die Voraussetzungen für eine
breite Trägerschaft und mehr Wohnraum.
Die Ablehnung der letzten Initiative hat die Wohnungsfrage nicht gelöst. Die steigenden Mieten,
Verdrängung und der Mangel an preisgünstigem Wohnraum bestehen weiterhin. In den
damaligen Debatten wurde anerkannt, dass ein strukturelles Instrument nötig wäre. Auch ein
Gegenvorschlag wurde ernsthaft diskutiert, jedoch letztlich nicht umgesetzt. Die vorliegende
Initiative knüpft genau an diese Diskussionen an und greift zentrale damals diskutierte Punkte
auf. Sie bietet eine tragfähige und rechtlich saubere Lösung für ein weiterhin bestehendes
Problem.
Die Leerwohnungsquote im Kanton Zürich liegt bei unter einem Prozent. In Dübendorf ist sie
erfahrungsgemäss noch tiefer. Und selbst wenn sie temporär steigt, betrifft das meist teure
Neubauten. Die Initiative zielt auf dauerhaft bezahlbaren Wohnraum, nicht auf kurzfristige
Marktbewegungen.
Gemeinnützige Wohnbauträger vermieten nach dem Prinzip der Kostenmiete. Das heisst: keine
Renditeorientierung, keine Spekulation. Die Förderung kommt direkt den Mietenden zugute,
nicht den Investoren.
Direkte Mietsubventionen stützen den Markt, nicht die Menschen. Sie treiben die Renditen der
Immobilienkonzerne weiter nach oben. Gemeinnütziger Wohnraum bleibt hingegen dauerhaft
günstig und entzieht sich der Spekulation.
Im Gegenteil. Gemeinnützige Bauträger bauen aktiv und nachhaltig. Sie investieren langfristig,
sanieren sozialverträglich und schaffen Wohnraum, der nicht nach wenigen Jahren wieder teuer
wird.
Der Fonds wird kostendeckend geführt. Fördermittel fliessen zurück, Immobilien generieren
Einnahmen. Die Stadt profitiert langfristig sowohl finanziell als auch gesellschaftlich.
Fazit
Die Wohninitiative gibt Dübendorf ein rechtlich abgestütztes und erprobtes Instrument in die Hand, um bezahlbaren und gemeinnützigen Wohnraum langfristig zu sichern. Sie knüpft an frühere politische Diskussionen an, nutzt bewährte Modelle aus anderen Städten und schafft Planungssicherheit. Damit stärkt sie die soziale Durchmischung und die Zukunft der Stadt Dübendorf.